• Die Vereinschronik

    Über die Gründung der Schützengesellschaft und über die Zeit bis nach dem 1. Weltkrieg gibt es kaum Aufzeichnungen.

    Weder in den  damaligen Zeitungen noch in den Unterlagen benachbarter Schützenvereine ist viel zu finden.

    Nachforschungen über die Geschichte der Schützengesellschaft, die der ehemalige Schriftführer Oskar Geigner angestellt hat, ergaben,

    dass der Förster Max Rehbock der erste Schützenmeister der Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach war.

    Davon zeugt auch eine Schützenscheibe aus dem Jahr 1886,

    weshalb man dieses Jahr als Gründungsjahr der SG annimmt.

     

    Erste schriftliche Angaben sind dem Mitglieder-, Kassen- und Protokollbuch der SG entnommen.

    Erster Eintrag: „24. Oktober 1919 Anfangsschießen.

    Zum Preisschießen am 31. Dezember 1919 kamen 19 Schützen aus Kammer und Rettenbach“.

    Deshalb ist anzunehmen, dass es bereits damals eine Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach gab.

  • Jährlich zwei Schießveranstaltungen

    In den folgenden Jahren bis 1924 sind pro Jahr immer nur zwei Schießveranstaltungen, nämlich ein Anfangs- und Endschießen verzeichnet. Nach den Ermittlungen  von Oskar Geigner war Förster Georg Kiendl bis zu seiner Ermordung durch Wilderer im Jahr 1920 Schützenmeister. Sein Nachfolger Ludwig Ressler war ebenfalls Förster in Rettenbach. 1924 übernahm der Maurermeister Hans Schreiber das Schützenmeisteramt. Im Dezember 1923  wurden erstmals Schützenregeln  aufgestellt, bestehend  aus drei Paragraphen. Der Paragraph 3 hatte folgenden Wortlaut: „Ein im Schießstand erfolgter Schuß gilt als geschehen, wenn er auch aus Versehen losgegangen ist, sollte jedoch die Kugel nicht aus dem Lauf gegangen sein, so hat dies der Schütze dem Schützenmeister anzuzeigen und mit dem Ladestock im Laufe, denselben davon zu überzeugen. Sind aus dem Lauf zwei Kugeln zugleich geschossen, so ist der Schuß verloren“.

  • Gauschießen 1928 in Kammer

    Einer der ersten Höhepunkte in der Geschichte der SG war das Gauschießen 1928 in Kammer. Einen großen Anteil am Gelingen hatte der damalige Schützenmeister Alois Streitwieser, ein begeisterter Schütze und Jäger, der auch in den folgenden Jahren die Entwicklung der Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach maßgeblich beeinflusst hat. Die einzige Niederschrift zum Gauschießen 1928 ist im Kassabuch vom Darlehenskassenverein Kammer zu finden. Wahrscheinlich für Preise wurden 15  Zwanzigmarkstücke in Gold und 22 Zehnmarkstücke in Gold eingekauft.

  • Die Zeit des Nationalsozialismuses

    Während der Zeit des Nationalsozialismus bis 1945 befand sich die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach bei Oberforstverwalter Merkel in guten Händen. Der Schießbetrieb wurde bis zum Beginn des 2. Weltkrieges in gewohnter Form weitergeführt. Im Schnitt waren 25 Schützen bis zum Kriegsausbruch 1939 in den Mitgliederverzeichnissen eingetragen. Trotz der Reglementierung des Schießsportes, zum Beispiel auch durch Einführung von Opferschießen für das Winterhilfswerk, hat man in dieser Zeit nicht vergessen, dass Schützen Frohnaturen sind. Man ließ es sich nicht nehmen, alljährlich in der Faschingszeit das Schützenkranzl abzuhalten.

  • Ab 1951 wieder Schießbetrieb in Kammer

    Nach dem 2. Weltkrieg glaubten nur noch wenige daran, dass es in Deutschland jemals wieder Schießsport geben würde. Seitens der Militärregierung wurde nämlich das ganze Schützenwesen als Paramilitarismus eingestuft und so mussten alle Gewehre abgeliefert oder vernichtet werden. Auf Zuwiderhandlung stand die Todesstrafe. Nicht wenige nahmen dieses Risiko auf sich und versteckten, vergruben oder demontierten ihre zum Teil sehr alten, wertvollen und lieb gewonnenen Gewehre. Ihre Courage hat sich gelohnt, denn schon sechs Jahre nach Kriegsende wurde auch in Kammer der Schießbetrieb wieder aufgenommen. Im Dezember 1951 wurde beschlossen, dass die SG  wieder ins Leben gerufen wird. Forstamtmann Stubenhofer  wurde 1. Schützenmeister, sein Stellvertreter wurde Alois Streitwieser. Am 3. Januar 1952 meldete die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach dem Alzgau Trostberg 32 Schützen. Im  ersten Schießjahr 1951/52 trafen sich die Schützen 13 Mal nach alter Tradition abwechslungsweise in den Gasthäusern in Kammer und in Rettenbach, um ihre Treffsicherheit zu üben. Am Silvesterabend 1952 wurde zum ersten Mal nach dem Krieg ein Schützenkönig ermittelt.

  • Fester Platz im Vereinswesen von Kammer

    Der Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach gelang es in den folgenden Jahren wieder einen führenden Platz im Vereinswesen der Gemeinde einzunehmen. Kameradschaften mit benachbarten Schützen wurden erneuert und führten zu Freundschaftsschießen mit  Nachbargesellschaften, vor allem mit der Patengesellschaft Hufschlag, aber auch mit Taching, Traunwalchen und Palling, später auch mit Nußdorf und mit den Schützen aus Biberachzell  (in der Nähe von Neu-Ulm).

  • 1967 Gauschießen in Kammer

    Schützenmeister Stubenhofer starb im Dezember 1963 und der Wagnermeister Hans Osenstätter wurde sein Nachfolger. Als man unter Führung des 1. Schützenmeisters Josef Fraunhofer das Gauschießen 1967 ausrichtete, verzeichnete man mit 546 Schützen einen  Teilnehmerrekord für den Alzgau. Fraunhofer hatte das Amt von 1966 bis 1970 inne. Sein Nachfolger bis 1975 war Sebastian Mittermeier. Der Gewinn der Mannschafts-Gaumeisterschaft 1969 in Tacherting sowie weitere große Erfolge bei vielen Schießveranstaltungen ließen das Interesse am Schießsport in der damaligen Gemeinde Kammer spürbar steigen. Sowohl in Kammer als auch in Rettenbach wurde durch Verlegen der Stände aus der Gaststube die Zahl der Stände von zwei auf vier erweitert. Was blieb, war das mühsame Auf- und Abbauen der Stände.

  • Neue Schießstände im Gasthaus Jobst

    Erst das Angebot der Rettenbacher Wirtsleute Elfriede und Benno Jobst, der Gesellschaft den Hausspeicher für den Ausbau von Schießstätten zur Verfügung zu stellen, ließ auch den lang gehegten Wunsch in Erfüllung gehen, automatische Zugstände anzuschaffen. Durch finanzielle und materielle Hilfe der Wirtsleute und durch den tatkräftigen Einsatz vieler Schützen entstanden in kurzer Zeit Schießstände auf neuestem Stand der Technik. Eine treibende Kraft war dabei der seit 1975 amtierende Schützenmeister Ulrich Wieser.

  • 1976 Gauschießen in Kammer

    1976, nur neun Jahre nach dem letzten Gauschießen in Kammer war die SG erneut Ausrichterin des Gauschießens. 1989 wurden die Schießanlage und der Aufenthaltsraum von den Mitgliedern umgebaut.

    Die Wirtsleute stellten das Material zur Verfügung.

    Bei diesen Umbauarbeiten wurde eine alte Schützenscheibe aus dem Jahre 1881 gefunden.

    Leider geht daraus nicht hervor, ob damals schon ein Verein bestand.

    Nach 18 Jahren  als 1. Schützenmeister übergab Ulrich Wieser 1993 sein Amt an Alois Wimmer.

  •  Neues Schützenheim

    1994 wurde mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Neukammer begonnen,

    in dessen Untergeschoß die SG ihre neuen Schießstände und ihr Schützenheim einbauen konnte.

    Ein Jahr später wurden Feuerwehrhaus und Schützenheim eingeweiht.

     

    1996 fand das Standeröffnungsschießen statt, verbunden mit dem Gauschießen des Alzgaues Trostberg.

     

  • Eigene Standarte

     In der Jahreshauptversammlung 2000 wurde angeregt,

    eine Fahne oder Standarte anzuschaffen, da die SG die Patenschaft bei der SG Seerose Taching im Jahr 2002 übernehmen sollte. Die Weihe der Standarte fand im Juni 2001 zum 115-jährigen Bestehen der SG Kammer-Rettenbach

    im Rahmen eines Festes statt. Patenverein war die SG Nußdorf.

    Im Oktober des selben Jahres wurde an unseren Schießständen der 1.Gau-Oldie-Cup ausgetragen.

  • 125-jähriges Bestehen der SG

    Unser 125-jährigen Bestehen begingen wir im Oktober 2011

    mit einem Totengedenken an unsere verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche in Kammer. Danach fand im Gasthaus Jobst in Rettenbach ein Festabend statt.

    Aus Anlass des Jubiläums wurde an unseren Schießständen

    das Gauschießen des Alzgau-Trostberg ausgetragen.

  • Schützenmeisterwechsel

    Schützenmeister Alois Wimmer stellte sich bei der Jahreshauptversammlung im März 2012 nach 19 Jahren nicht mehr zur Wahl. Nach Alois Wimmer war für drei Jahre Hermann Brosch 1. Schützenmeister.

     

    2015 übernahm Pia Oberkandler dieses Amt.

     

  • Schießveranstaltungen und Vereinsleben

    Seit 40 Jahren pflegen wir freundschaftliche Kontakte mit den Schützen aus Biberachzell. Dies wurde 2012 mit einem Besuch der Biberachzeller im Chiemgau und einem Jubiläumsschießen gefeiert.

     

    Die Schützen der SG Kammer-Rettenbach tragen alle vier Jahren die Stadtmeisterschaft im Schießen aus, pflegen Freundschaftsschießen mit den Schützen aus Nußdorf, Taching und Hufschlag, nehmen an den Rundenwettkämpfen mit zur Zeit zwei Mannschaften teil, beteiligen sich an Veranstaltungen im Ort, in der Stadt Traunstein und im Alzgau.  Besonders wichtig aber sind das Vereinsleben und die geselligen Stunden im Schützenheim.

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Ein herzliches Grüß Gott

 

auf der Homepage der

 

Schützengeselllschaft Kammer-Rettenbach e.V.

So finden Sie uns

 

Das Schützenheim liegt an der TS1 zwischen Kammer und Rettenbach, Neukammer 2.

 

Es befindet sich im Keller des Feuerwehrhauses.

 

Während der Schießzeiten sind wir im Schützenheim unter Telefon 0176/98274527 zu erreichen

 

 

 

Übungsschießen von Mitte September

 

bis Mitte April:

 

Erwachsene  jeden Freitag ab 19 Uhr

 

Jugend jeden Freitag ab 18 Uhr

 

2.Schützenmeister

Florian Rothmayer

Stockach 1

83278 Traunstein-Kammer

Tel. 0861/60890

1. Schützenmeister

Pia Oberkandler

Haunstätter Str.  15

83278 Traunstein-Kammer

Tel. 0861/60884

 

1.Kassiererin

Helga Artinger

Hochfellnstr. 1

83301 Traunreut

Tel. 08669/6399

Schriftführer

Klaus Oberkandler

Haunstätter Str. 15

83278 Traunstein-Kammer

Tel. 0861/60884

Vorstandschaft

Jugendleiter

Christian Freutsmiedl

Wimpasing 33

83377 Vachendorf

Tel. 0151/89533567

 

Ehrenschützenmeister

Alois Wimmer

Reichsberg 15

83278 Traunstein-Kammer

Tel. 0861/6242

Ehrenschützenmeister

Ulrich Wieser

Gerating 2

83278 Traunstein

Tel. 0861/2553

    1929    Georg Schmid  (Bürgermeister)

    1930    Benno Jobst sen.

    1931   Johann Osenstätter sen.

    1932   Martin Geisreiter

    1933   Josef Kallsperger

    1934   Karl Knödler (Lehrer)

    1935   Johann Sailer

    1936   Hans Lebacher (Schmied)

    1937   wurde kein König ausgeschossen

    1938   wurde kein König ausgeschossen

    1939   Bernhard Ortner

    1940   Josef Lackerschmied

 

Im Jahr 1940 wurde der Schießbetriebwegen des

2. Weltkriegs eingestellt und erst im Jahr 1952 wieder aufgenommen.

Silvesterabend 1952 war das erste Königsschießen nach dem Krieg.

 

 

    1953   Engelbert Gruber

    1954   Alois Streitwieser

    1955   Werner Kustermann

    1956   Martin Geisreiter

    1957   Adalbert Haitzer sen.

    1958   Josef Helmberger

    1959   Josef Wagner

    1960   Sebastian Mittermeier

    1961   Karl Stubenhofer

    1962   Josef Wimmer

    1963   Bernhard Ortner

    1964   Alois Aspeck

    1965   Hans Heindl

    1966   Heinrich Jobst

    1967   Johann Huber

    1968   Alois Radjanski

    1969   Herbert Ober

    1970   Vinzenz Jobst

    1971   Erich Bartsch

    1972   Josef Wimmer

    1973   Hubert Homeier

    1974   Josef Dandl

    1975  Toni Parzinger jun.

    1976   Alfred Fraunhofer

    1977   Franz Maier

    1978   Reinhold Haitzer

    1979   Reinhold Haitzer

    1980   Adalbert Haitzer

    1981   Benno Jobst

    1982   Johann Kallsperger

    1983   Alois Radjanski

    1984   Martina Jobst

    1985   Josef Wimmer

    1986   Josef Söldner

    1987   Markus Litwinschuh

    1988   Franz Perschl

    1989   Florian Rothmayer

    1990   Herbert Geppert

    1991   Hans Kröger

    1992   Gerlinde Söldner

    1993   Herbert Geppert

    1994   Alois Radjanski

    1995   Marion Brosch

    1996   Benno Jobst

    1997   Hermann Brosch

    1998   Herbert Geppert

    1999   Karl Steinbauer

    2000   Alois Wimmer

    2001   Herbert Geppert

    2002   Rainer Geppert

    2003   Ulrich Wieser

    2004   Franz Maier jun

    2005   Helga Artinger

    2006   Alois Wimmer

    2007   Florian Rothmayer

    2008   Wolfgang Osenstätter

    2009   Hans Kröger

    2010   Hermann Brosch

    2011   Ulrich Wieser

    2012   Wolfgang Zimmermann

    2013   Hans Kröger

    2014   Max Siglreitmaier

    2015   Alois Wimmer

    2016   Pia Oberkandler

 

 

2017 Helga Artinger

Schützenkönige

der Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach

Ausschreibung Stadtmeisterschaft

Ergebnisse 43. Stadtmeisterschaft

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